Google Fonts lokal einbinden in WordPress

Google Fonts lokal einbinden in WordPress-

Schütze dich vor der Google Fonts Abmahnwelle!

Wer im Jahr 2022 zum ersten Mal von Google Fonts gehört oder gelesen hat, tat dies meist im Zusammenhang mit der Google Fonts Abmahnwelle. Tatsächlich haben zahlreiche Betreiber von Websites in diesem Jahr teure Post von Anwälten bekommen, die auf einem echten Gerichtsurteil beruhte. Es ist daher sinnvoll, sich abzusichern.

Was sind Google Fonts überhaupt?

Bei Google Fonts handelt es sich um einen beliebten Webfonts-Anbieter. Mit den Tools bestimmst du die Typografie deiner Website, also zum Beispiel die Schriftart. Die meisten mit WordPress gemachten Websites nutzen diese Möglichkeit rege – und zwar aus guten Gründen. Die Einbindung ist einfach, schnell gemacht und in vielen Themes bereits vorinstalliert.

Google ist zwar nur einer von vielen Fonts-Anbietern, doch einer der beliebtesten. Seit 2010 gibt es mehr als 1.000 Schriftarten, die fast alle zur freien Verfügung stehen, also gratis sind. Die kostenlose Verfügbarkeit und die Bekanntheit von Google sorgen dafür, dass viele hier zugreifen. Hinzu kommt, dass man leicht Google Fonts lokal einbinden kann.

Google Fonts hat nur leider ein Problem: Das Unternehmen sammelt leidenschaftlich gern Daten. Hier kollidieren die unternehmenseigenen Interessen jedoch mit der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Wer Google Fonts lokal einbinden möchte, aber nicht auf die DSGVO-Bestimmungen achtet, riskiert eine teure Abmahnung.

Ob deine Website Google Fonts nutzt, findest du übrigens zum Beispiel mit diesem Google Fonts Checker heraus: https://sicher3.de/google-fonts-checker/

Das bedeutet „Google Fonts lokal einbinden“

Wir haben schon einige Male geschrieben, dass du auf deiner Website Google Fonts lokal einbinden kannst. Doch was bedeutet das eigentlich? Vorweg: Programmierkenntnisse brauchst du dazu nicht.

Für die Nutzung von Google Fonts stehen dir grundsätzlich zwei Optionen zur Verfügung: das lokale Einbinden auf deinem Webserver oder das Laden der Schriften über die Google API. Bei letzterer Methode erstellst du auf deiner Website lediglich einen Verweis auf die Schriftarten-Datei bei Google, welche dann bei Aufruf von den Google-Servern heruntergeladen wird.

Ein Problem bei der Nutzung von Google Fonts liegt nur dann vor, wenn du die Schriften über die API anbindest. Grund: Google bietet die Schriften nicht aus Großzügigkeit kostenlos an, sondern sammelt beim Aufruf dieser, auch Nutzerdaten deiner Website-Besucher. 

Besser ist es daher, wenn es dir gelingt, Google Fonts lokal einzubinden. Nun stellst du dir sicherlich die Frage, wie man Google Fonts in WordPress lokal einbinden kann. Grundsätzlich sind dafür drei Arbeitsschritte notwendig:

  1. Überprüfe ob und an welcher Stelle deine Website Google Fonts einsetzt. Nutze dafür den Google Fonts Checker: https://sicher3.de/google-fonts-checker/
  2. Deaktiviere alle Google Fonts API Anbindungen, die dein Theme & deine Plugins bereitstellen. Unter Umständen ist dies nicht möglich. Dann muss man im Code selbst entsprechende Vorkehrungen treffen oder Theme / Plugins austauschen.
  3. Binde Google Fonts lokal mithilfe eines Plugins ein oder über manuellen Upload

Wie du Google Fonts in WordPress lokal einbinden kannst

Lösung 1: Manueller Upload der Schriften

Bei dieser Lösung lädst du die benötigten Schriftarten im ersten Schritt zunächst bei Google herunter. Es gibt zwei Wege: Entweder besorgst du dir die große ZIP-Datei von GitHub, die du anschließend in einen speziellen Ordner entpackst, oder du machst es dir einfach und nutzt diese Website: https://gwfh.mranftl.com/fonts

Hier wählst du links die einzelnen Schriftarten aus. Rechts findest du dann weitere Auswahlmöglichkeiten, etwa zum Zeichensatz. Kopiere am Ende den CSS-Code und lade die Schriftdateien auf deinen Server herunter und speichere sie in einem passenden Ordner. Wiederhole das für jede Schriftart, die du auf deiner Website einsetzt. Zuletzt bindest du den CSS-Code deiner Fonts in die CSS-Datei deiner Website ein.

Achte am besten darauf, dass die auf deinen Server hochgeladenen Schriftarten von Google auch in deinem Pagebuilder (also etwa Elementor, Flatsome UX Builder, Gutenberg oder WPBakery) zur Auswahl stehen. Alternativ zur hier beschriebenen manuellen Lösung gibt es auch noch die Plugin-Lösung.

Die Plugin-Lösung

Der andere Weg, um in WordPress Google Fonts lokal einzubinden, ist die Plugin-Lösung. Der Vorteil liegt darin, dass sie in der Lage sind, deine Google Fonts automatisch zu finden und sie lokal einzubinden. Sie nehmen dir also eine Menge Arbeit ab, weil du die Schriftarten nicht mehr von Hand einbinden musst. Für diesen Weg stehen dir verschiedene Plugins zur Auswahl bereit.

Ein häufig verwendetes Plugin ist „OMGF“. Seine Beliebtheit liegt darin, dass es sehr stabil ist, sich einfach und schnell installieren lässt und es darüber hinaus meist funktioniert. Wenn du bereit bist, etwas mehr Geld auszugeben, findest du das Plugin auch in einer besseren Pro-Version. Manche Themes wie Avada bieten zudem bereits in den Theme-Einstellungen die Möglichkeit, in WordPress Google Fonts lokal einzubinden. Es gibt noch weitere Plugins mit dieser Funktion.

Plugin-Lösungen haben leider auch Nachteile: Sie arbeiten zum Teil ungenau, finden also nicht unbedingt alle Google Fonts auf deiner Website. Außerdem neigen sie dazu, die Performance der Website negativ zu beeinflussen.

Lass dir von den WordPress Profis von StudioWP helfen!

Google Fonts sind vorteilhaft, doch sie bergen das Risiko einer Abmahnung. Google Fonts lokal einbinden ist eine der wichtigsten Maßnahmen. Verwendet deine Website unerwünschte Schriftarten von Google? Dann solltest du in WordPress diese Google Fonts deaktivieren. Kommst du bei diesem Thema an deine Grenzen, lässt du dir am besten von erfahrenen WordPress-Experten helfen. Wende dich zum Beispiel an StudioWP. Wir haben insgesamt über 25 Jahre WordPress-Erfahrung und helfen dir gerne bei der lokalen Einbindung von Google Fonts.